Die Filme der
3. Schwulen Filmnacht Potsdam
Mittwoch, 21. April 2010
Drei Geschwister, allein
1800h
"Postcard to Daddy"
R: Michael Stock
Deutschland 2010
85 Minuten
Dokumentation
Anschließend im Gespräch:
Regisseur Michael Stock
Anschließend im Gespräch:
Regisseur Michael Stock
Zwei Männer und Gott
2000h
"Du sollst nicht lieben"
R: Haim Tabakman
ISR/FR/D 2009
90 Minuten
OmU
Anschließend:
Jüdisch - ultra-orthodox - SCHWUL?! - Diskussion mit
Dr. Barbara Höll, MdB (lesben- und schwulenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE), Hendrik Kosche (Referent des Vorstands der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Moderation Bodo Niendel (QueerNations e.V., Berlin), n.n.
Jüdisch - ultra-orthodox - SCHWUL?! - Diskussion mit
Dr. Barbara Höll, MdB (lesben- und schwulenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE), Hendrik Kosche (Referent des Vorstands der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Moderation Bodo Niendel (QueerNations e.V., Berlin), n.n.
Menage a trois - in jeder Hinsicht
2215h
"Wild Side"
R: Sébastien Lifshitz
FR 2004
91 Minuten
OmU
Eine Filmnacht über mehr als eine Zahl
Es heißt, eine Beziehung zu dritt kann nur schief gehen. Es gibt Homosexuelle und Heterosexuelle, und Transsexuelle. Es gibt männlich und weiblich, und transident. Es gibt zwei Männer und eine Frau, zwei Frauen und einen Mann, drei Frauen, drei Männer - in einer Familie. Und es gibt zwei Männer und Gott. Es heißt, Sex mache zu dritt erst richtig Spass. Es gibt Zweisamkeit, die durch einen Dritten bereichert werden kann - oder zerstört wird. Es gibt mehr als Mutter, Vater, Kind. Und wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte.
Dreisamkeit, das ist neben einer rethorischen Spielerei vor allem eine der herausfordernsten Arten menschlichen Zusammenlebens. Logisch, dass das Kino und das Filmemacher daran seit Generationen nicht vorbeikommen. Große Werke der Filmgeschichte handelten von der Dreisamkeit und ihren Licht- und Schattenseiten, vornehmlich in heterosexuellen Lebenswelten. Blendet man einmal die heile heteronormative Welt des Mainstreamkinos aus, wird es unübersichtlich, herausfordernd - bereichernd.
Mit den unzähligen (sexuellen wie nichtsexuellen) Beziehungsformen kennen sich homosexuelle Männer im Regelfall noch bestens aus und das schwule Kino mit ihnen. Doch was, wenn die eigene sexuelle Identität, oder das eigene Geschlecht nicht mehr so einfach und selbstverständlich zu bestimmen ist? Wenn die Fragen zahllos werden und die Antworten kaum zu finden sind?